Digitalpakt – Update 6: Vermittlung abgeschlossen

Der vom Bundesrat angerufene Vermittlungsausschuss beschloss am 20.02.2019 den durch eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe vorbereiteten Kompromiss. Es wurden Formulierungen angepasst und die Kontrollrechte des Bundes reglementiert, insbesondere aber wurde die 50/50-Regelung für bestimmte Vorhaben gestrichen, nach der die Länder die Bundesmittel in selber Höhe um Eigenmittel hätten verstärken müssen.

Jetzt müssen sowohl Bundestag als auch Bundesrat das Ergebnis jeweils mit 2/3-Mehrheit annehmen.

Der Bundestag stimmte bereits in seiner Sitzung am 21.02.2019 zu. Der Bundesrat wird am 15.03.2019 abstimmen.

Kommunale Spitzenverbände berieten IT-Kosten an Schulen

Vertreter der kommunalen Spitzenverbände (Städte- und Gemeindebund, Städtetag und Landkreistag) in NRW verschafften sich am 13.02.2019 im Rahmen eines informellen Arbeitstreffens unter Rückgriff auf die Praxis einen ersten Überblick über Kostenbestandteile der Schul-IT, die neben den zurzeit viel diskutierten Anschaffungskosten (Stichwort: Digitalpakt) auch Vorbereitungs-/Planungskosten, vor allem aber laufende Betriebs- und Personalkosten umfassen.

Ziel ist es, Kostengrößen für verschiedene Standards zu benennen, um mit dem Land NRW über dauerhaft auskömmliche Finanzierung verhandeln zu können. Der Prozess wird fortgesetzt.

Digitalpakt – Update 5: Vermittlung in progress

Der im Dezember 2018 angerufene Vermittlungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 30.01.2019 konstituiert; quartalsweise wechselnd teilen sich Hermann Gröhe MdB und MPin Manuela Schwesig den Vorsitz.

Die Beratung der Grundgesetzänderung wurde vertagt und hierzu eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Bisheriger Stand: Die Länder vertreten teils die Auffassung, der Digitalpakt lasse sich ohne GG-Änderung umsetzen, sehen aber überwiegend durch die erst Ende November 2018 in die Beschlussvorlagen aufgenommenen Änderungen zu große Eingriffe des Bundes.  Insbesondere die ab 2020 vorgesehenen Finanzregeln, nach denen die Länder die Bundesmittel in gleicher Höhe um Eigenmittel verstärken müssen, dürfte finanzschwache Länder überfordern (50:50-Regel); zum Start des Digitalpakts ist allerdings noch eine 90:10-Regel vorgesehen.

Nächste Sitzung des Vermittlungsausschusses am 20.02.2019, 19.00 Uhr;
übrigens, auf der didacta scharren in jenen Tagen die verkaufswilligen Anbieter mit den Füßen…

„Modellieren und Programmieren“ – wie an Hennefer Schulen?

Bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 sollen die Medienkonzepte der Schulen in NRW auch die Umsetzung/Vermittlung des Kompetenzbereichs 6 „Problemlösen und Modellieren“ des Medienkompetenzrahmens NRW umfassen.
Um den städtischen Schulen insbesondere Anregungen zur Teilkompetenz 6.3 „Modellieren und Programmieren“ zu geben, werden im ausgehenden Schuljahr 2018/19 zwei Veranstaltungen stattfinden:

  1. Veranstaltung für die Medienkoordinierenden der städt. Schulen,
    Mai 2019, Partner: codiviti, Köln
  2. Veranstaltung für Schulleitungen, „normale“ Lehrende und Fördervereine der städt. Schulen,
    Juni 2019, Partner: Freie Netzwerker e. V., Hennef

Termine und Orte werden den Teilnehmenden noch bekanntgegeben.

LOGINEO kommt – Update 1

Das komplett überarbeitete Produkt wurde im vergangenen Jahr vom MSB NRW abgenommen und der Pilotbetrieb mit landesweit 20 Schulen offensichtlich planmäßig beendet – gemäß Presseinfo 479/6/2018 des Ministeriums ist jetzt (Februar 2019) mit dem schrittweisen Übergang zum Echtbetrieb zu rechnen.

Aktuell steht noch die erforderliche Freigabe seitens des MSB NRW aus, deshalb werden die Beauftragungsformulare derzeit noch zurückgehalten. Allerdings sind vorab schon zahlreiche Details veröffentlicht, ebenso ist eine Checkliste verfügbar.

Die Schulen können also in absehbarer Zeit mit der Bereitstellung dieser Basis-IT-Infrastruktur rechnen, bereits jetzt steht fest:
– Namenskonventionen für Domains und E-Mail-Adressen,
– Speicherformel je Schule: 5 GB/Lehrkraft (geteilt, nicht individuell),
– Freiwilligkeit auch nach Beschluss der Lehrerkonferenz,
– zunächst reine Browser-Version, Apps evtl. später,
– E-Mails: keine Weiterleitung, aber Abruf per IMAP möglich,
– schulexterne Administration per Beauftragung möglich,
– Umfang: Groupware-Funktionen (Kalender, Kontakte), Verwaltungscloud (inkl. „Datensafe“ für sensibles Material) und Suchfunktion für Lehrkräfte-Fortbildungen,
– externe Inhalte: zzt. „EDMOND“ und die beiden digitalen Schulbücher „mBook Gemeinsames Lernen“ und „BioBook NRW“,
– neue Dienstvereinbarung vom (???), in Kraft getreten zum 09.11.2018.

Bei der Beauftragung – u. a. wird die Möglichkeit einer „Sammelbestellung“ durch Schulträger zzt. geklärt – wird das Windhund-Prinzip gelten, Schulen und Träger sollten sich also frühzeitig mit den Details vertraut machen.