Kommunale Spitzenverbände berieten IT-Kosten an Schulen

Vertreter der kommunalen Spitzenverbände (Städte- und Gemeindebund, Städtetag und Landkreistag) in NRW verschafften sich am 13.02.2019 im Rahmen eines informellen Arbeitstreffens unter Rückgriff auf die Praxis einen ersten Überblick über Kostenbestandteile der Schul-IT, die neben den zurzeit viel diskutierten Anschaffungskosten (Stichwort: Digitalpakt) auch Vorbereitungs-/Planungskosten, vor allem aber laufende Betriebs- und Personalkosten umfassen.

Ziel ist es, Kostengrößen für verschiedene Standards zu benennen, um mit dem Land NRW über dauerhaft auskömmliche Finanzierung verhandeln zu können. Der Prozess wird fortgesetzt.

Digitalpakt – Update 5: Vermittlung in progress

Der im Dezember 2018 angerufene Vermittlungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 30.01.2019 konstituiert; quartalsweise wechselnd teilen sich Hermann Gröhe MdB und MPin Manuela Schwesig den Vorsitz.

Die Beratung der Grundgesetzänderung wurde vertagt und hierzu eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Bisheriger Stand: Die Länder vertreten teils die Auffassung, der Digitalpakt lasse sich ohne GG-Änderung umsetzen, sehen aber überwiegend durch die erst Ende November 2018 in die Beschlussvorlagen aufgenommenen Änderungen zu große Eingriffe des Bundes.  Insbesondere die ab 2020 vorgesehenen Finanzregeln, nach denen die Länder die Bundesmittel in gleicher Höhe um Eigenmittel verstärken müssen, dürfte finanzschwache Länder überfordern (50:50-Regel); zum Start des Digitalpakts ist allerdings noch eine 90:10-Regel vorgesehen.

Nächste Sitzung des Vermittlungsausschusses am 20.02.2019, 19.00 Uhr;
übrigens, auf der didacta scharren in jenen Tagen die verkaufswilligen Anbieter mit den Füßen…

„Modellieren und Programmieren“ – wie an Hennefer Schulen?

Bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 sollen die Medienkonzepte der Schulen in NRW auch die Umsetzung/Vermittlung des Kompetenzbereichs 6 „Problemlösen und Modellieren“ des Medienkompetenzrahmens NRW umfassen.
Um den städtischen Schulen insbesondere Anregungen zur Teilkompetenz 6.3 „Modellieren und Programmieren“ zu geben, werden im ausgehenden Schuljahr 2018/19 zwei Veranstaltungen stattfinden:

  1. Veranstaltung für die Medienkoordinierenden der städt. Schulen,
    Mai 2019, Partner: codiviti, Köln
  2. Veranstaltung für Schulleitungen, „normale“ Lehrende und Fördervereine der städt. Schulen,
    Juni 2019, Partner: Freie Netzwerker e. V., Hennef

Termine und Orte werden den Teilnehmenden noch bekanntgegeben.

Fachtagung „Administration, Wartung und Support von Schul-IT“

Das Kompetenzteam Rhein-Sieg lädt für Mittwoch, den 30.01.2019 von 9.30 – 15.30 Uhr zu einer Fachtagung für Schulen und Schulträger ein, in der einige Lösungen und Lösungsanbieter für Administration und Support schulischer IT vorgestellt werden.

Vorträge, kleine Hausmesse und Diskussionen im Kreishaus Siegburg, EG, Räume „Rhein“, „Sieg“ und „Agger“ (leider nur für angemeldete Eingeladene).

Die Präsentation des Schulträgers Stadt Hennef finden Sie hier:
Schul-IT_Stadt_Hennef_Fachtagg_Siegburg_2019.pdf

Digitalpakt – Update 4: Nächste Runde

Nach der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz verständigten sich alle Landeschefinnen und -chefs darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Ziel eines solchen Verfahrens ist es, eine ausgewogene Regelung zu finden, denen Bundestag und Bundesrat schließlich zustimmen können.

Es tritt also eine weitere Verzögerung ein, allerdings verbunden mit der Chance, Vereinbarungen zu treffen, die die Bereitstellung der Bundesmittel und deren Verteilung unter Wahrung der Interessen der Länder sicherstellt.

Auch gibt das Verfahren der jüngst entstandenen breiten öffentlichen Debatte Raum zur Versachlichung und Ländern, Schulen sowie Schulträgern Gelegenheit, zumindest Grundsteine zur Schaffung dauerhafter Strukturen zu legen, um die Mittel nachhaltig und nicht lediglich für einen einmaligen Ausstattungseffekt einzusetzen.

Digitalpakt – Update 3: Einigungen erzielt

Der Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern liegt zwischenzeitlich vor, die Fraktionsführungen der GroKo sowie von Bündnis 90/die Grünen und FDP einigten sich heute auf die erforderliche Verfassungsänderung. Diese Einigung ist ein Meilenstein, da die erforderliche Änderung des Grundgesetzes nur mit Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat möglich ist.

Die Beratungs- und Beschlussphase kann möglicherweise noch im laufenden Jahr mit der Beratung in der Länderkammer am 14.12.2018 eröffnet werden.

Mitteilungen ntv 22.11.2018: Digitalisierung an Schulen – Bund und Länder wollen Technik bezahlen und 23.11.2018: Mehrheit für Verfassungsänderung steht

Spiegel online-Artikel 23.11.2018: Digitalisierung der Schulen – Parteien einigen sich auf Grundgesetzänderung

 

Digitales Klassenbuch?

Der Anbieter einer Schulmanagement-Software wird einigen Schulen am Dienstag, 27.11.2018 seine Lösung zum digitalen Klassenbuch präsentieren, die bei entsprechender Funktionalität sowie insbesondere bei erfüllten Anforderungen an den Datenschutz – daran haperte es meist bei den bisher bekannten Lösungen – durchaus schulträgerweit eingesetzt werden könnte.

Den Schulen wird über die HMkM-AGs berichtet werden.

Digitalpakt – Update 2: Neues zu Nikolaus

„Die Verhandlungen zum DigitalPakt Schule sind auf der Zielgeraden.“
erklärten heute KMK-Präsident Helmut Holter, Bundesministerin Anja Karliczek (BMBF),  Dr. Susanne Eisenmann (Kultusministerin BaWü, für die CDU-Ministerien) und Ties Rabe (Schulsenator HH, für die SPD-Ministerien)  ihre gemeinsame Hoffnung, am 6. Dezember 2018 eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern beschließen zu können.

Pressemitteilung: https://www.bmbf.de/de/gemeinsame-erklaerung-zum-digitalpakt-schule-7301.html

GGS Siegtal beispielhaft für NRW

Zur 3. Station der (in jedem Regierungsbezirk stattfindenden) Auftaktveranstaltung der „Digitaloffensive Schule NRW“ demonstrierten Schulen und Schulträger im Kölner Westen beispielhaft ihre Kooperationen und Methoden, die den lernförderlichen Einsatz digitaler Medien entweder etablieren (Herzogenrath) oder weiter voranbringen (Köln und Hennef).

Frau Ministerin Gebauer gab die Losung aus, in NRW nicht weniger als die weltbeste Bildung anbieten und die Digitalisierung vor allem an Schulen vorantreiben zu wollen und wurde darin von überzeugend auftretenden Verantwortlichen Ihres Ministeriums, der Bezirksregierung, des Wirtschaftsministeriums, der Medienberatung NRW und der NRW-Bank bestärkt. Auch Praktiker aus Kommunen wie der Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler reihten sich ein, wiesen jedoch auch auf Umsetzungsschwierigkeiten infolge eines Fachkräftemangels auf vielen Ebenen hin – von Planung über Bauausführung bis zur Installation und v. a. Wartung der Schul-IT.

In einem eigens produzierten Imagefilm der Medienberatung NRW zur Veranstaltungsreihe zeigten zwei Schulen praktische Beispiele, wie digitale Medien Unterricht verändern und das Lehren und Lernen erleichtern können: Das Gymnasium Würselen zeigte Vorteile, die sich für eine iPad-Klasse im Mathematikunterricht ergeben, die GGS Siegtal vielschichtige Anwendungen (Kamera- und Foto-App auf dem iPad, Sammlung auf interaktiver Tafel, Kollaboration Lernender, Kontrolle und Ergebnissicherung) im Deutschunterricht einer ersten Klasse.

Frau Gebauer gab auch das mit dem FWU entwickelte digitale Schulbuch „BioBook NRW“ frei, das allen Schulen im Land ab sofort als zugelassenes Lernmittel zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung steht.

Der ebenso verständige wie unterhaltsame Moderator Matthias Bongard gewann mit Prof. Dr. Birgit Eickelmann, die den Medienkompetenzrahmen NRW und dessen Weiterentwicklung erläuterte, eine Duz-Freundin hinzu und zeigte sich sehr angetan vom gezeigten Unterrichtsbeispiel der GGS Siegtal (Suche nach Wörten mit „z“), so dass er zum Schluss noch von einer Begegnung im „Z-Z-Z-Zug“ berichtete. Den Kurzauftritt der Schule und des Schulträgers musste er leider programmbedingt noch abkürzen.

Jedoch gab es am Rande noch ministerielles Lob für die GGS Siegtal und den Wunsch an den Schulträger, die Schule auch „weiter so anständig“ auszustatten.

Auch das geladene Publikum, etwa 250 Menschen von Schulträgern, Schulen und Medienberatungen, zeigte sich aktiv und beteiligte sich an mehreren Umfragen per Smartphone. Zum Abschluss wurde ein eingangs produzierter Film gezeigt – Kinder der Kölner GGS Balthasarstraße interviewten Gäste mit dem iPad.

Für den Regierungsbezirk Köln sandte die Veranstaltung die erhofften guten Schwingungen aus.